EUROPASCHULE in SACHSEN
Nicht um meine Sprache zu verlernen, lerne
ich andere Sprachen, sondern ich gehe bloß
durch fremde Gärten, um für meine Sprache
Blumen zu holen. Johann Gottfried von Herder (1744 - 1803), deutscher Kulturphilosoph, Theologe, Ästhetiker, Dichter und Übersetzer
Die Ambition
Unseres Schaffens

Das Erlernen verschiedener Sprachen eröffnet uns Wege zu anderen Menschen und Kulturen. Wir leben und lernen gleichberechtigt miteinander. Wir ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern eine individuelle Persönlichkeitsentwicklung durch eine ganzheitliche und ästhetische Bildung und Erziehung.

Individuelle Stärken sind Motor der gemeinsamen Arbeit und bereichern uns. Wir fördern den Leistungswillen, in dem wir Stärken ausbauen. Wir helfen den Schülern Schwächen anzunehmen und diese auszugleichen.

Wir wollen erreichen, dass unsere Schülerinnen und Schüler überlegt handeln und sich im Interesse der Gemeinschaft einbringen. Für ein optimales Lernklima achten wir auf Werte wie Respekt, Solidarität und Konfliktfähigkeit. In unserer Lernarbeit setzen wir vereinbarte Normen und gemeinsam festgelegte Regeln mit allen Lernpartnern der Schule verbindlich um.

Lehren
Was verbindet

Wir schaffen eine Atmosphäre, welche die kindliche Lernfreude und Neugier aufrecht erhält sowie Zuversicht schafft.

Wir regen das eigenverantwortliche Lernen an, stärken die individuellen Fähigkeiten und geben Freiraum für kreative Ideen.

Wir fördern die sozialen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler, indem wir Gruppenbildungsprozesse unterstützen und Integration ermöglichen.

Wir sind für unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur Lehrende, sondern auch Berater, Helfer und Ansprechpartner.

Zebra
Lernen
mit Methode
Lesen & Schreiben lernen mit „Zebra“

An unserer Schule arbeiten Mädchen und Jungen im Deutschunterricht mit „ZEBRA“, einem Unterrichtswerk, das auf eine moderne Unterrichtspraxis abgestimmt ist und neue Methoden unterstützt, ohne dabei traditionell Bewährtes aufzugeben.

Zebra - Jeder in seiner Gangart

Aus ihrer eigenen Schulzeit ist es Erwachsenen sicherlich bekannt, dass sie sehr viel gemeinsam mit der Lehrerin und mit der ganzen Klasse gearbeitet haben. In der modernen Unterrichtspraxis versucht man viel stärker auf die einzelnen Bedürfnisse der Kinder – die gerade zum Schulanfang extrem verschieden sind - individuell einzugehen.

Ziel ist es, ein differenziertes Lernangebot zu schaffen, um den persönlichen Stärken und Schwächen, Förderbedürfnissen und Neigungen der Kinder besser gerecht zu werden.

Wie wird die Arbeit mit Zebra an unserer Schule gestaltet ?

Zebra folgt einem schreiborientiertem Ansatz, d.h., die Kinder werden im Unterricht zum Schreiben angeregt. Ausgangspunkt ist die Schreibtabelle, mit der die Kinder vom ersten Schultag an vertraut gemacht werden.

Mit Hilfe der Schreibtabelle erhält jedes Kind die Möglichkeit, von Anfang an erste Wörter, Sätze oder sogar Texte zu schreiben - abhängig vom derzeitigen Entwicklungsstand und den persönlichen Interessen.

Wer das Wort „Wal“ schreiben möchte, geht wie folgt vor:

1.
Das Wort beginnt mit dem hörbaren Laut „W“. In der Schreibtabelle wird das Bild, welches auch mit „W“ beginnt gesucht (die „Wolke“). Neben dem Bild steht der Buchstabe „W“. Dieser wird aufgeschrieben.

2.
Der nächste zu hörende Laut ist das „A“. Das Bild in der Schreibtabelle, welches mit „A“ beginnt, ist das Ameisenbild. Daneben steht der Buchstabe „A“. Auch dieser wird aufgeschrieben.

3.
Am Ende des Wortes ist der Laut „L“ zu hören. „Lampe“ fängt mit „L“ an. Der Buchstabe wird aufgeschrieben und fertig ist das Wort „Wal“.

Sobald ein Kind mit der Schreibtabelle umgehen kann, ist es in der Lage, jedes Wort lautgetreu zu verschriften. Dem Schreiben werden also keine Grenzen mehr gesetzt.

Beim Verschriften mit „ZEBRA“ lernen die Kinder, die einzelnen Laute herauszuhören und die entsprechenden Buchstaben aufzuschreiben. Dabei ist es völlig normal, dass Fehler auftreten. Sie zeigen, in welcher Phase sich ein Kind im Schriftspracherwerb gerade befindet.

Parallel dazu werden den Kindern erste Regeln und Strategien für das richtige Schreiben vermittelt. Dieser Prozess vollzieht sich spiralförmig von der ersten bis zur vierten Klasse. Orthografisches und grammatikalisches Wissen wird so fortführend erweitert und vertieft.

Damit sich die Kinder die einzelnen Buchstaben fest einprägen, setzen sie sich im Verlauf des ersten Schuljahres mit jedem Buchstabe noch einmal intensiv auseinander. In meist offenen Unterrichtsformen werden diesbezüglich entsprechende Schreib-, Hör - und Leseübungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad angeboten.

Im Umgang mit dem „Zebra“ - Lesebuch und anderen Büchern werden die Schüler an die Kinderliteratur herangeführt. Viele Texte wenden sich an Erstleser.Aber auch für den fortgeschrittenen Leser gibt es ein ausgewähltes Angebot.

Was ist der Vorteil ?

Durch „ZEBRA“ wird es ermöglicht, den Kindern Aufgaben mit unterschiedlichem Anspruchsniveau zu präsentieren, die sie in einem individuelleren Tempo bearbeiten – weniger abhängig von schnelleren oder langsameren Klassenkameraden.

Die Lehrerin hat während der selbstständigen Arbeitsphasen Zeit, sich einzelnen Kindern bzw. Kleingruppen zuzuwenden, um diese zu unterstützen oder diagnostisch zu arbeiten.

Die Kinder lernen zu planen, selbstständig eine Zeiteinteilung vorzunehmen und zu entscheiden, in welcher Reihenfolge einzelne Arbeitsschritte ausgeführt werden. Hierfür wird die Lehrerin den Kindern gerade am Anfang noch entsprechende Hilfestellungen geben.

Französisch
Sprache
Früh übt sich
Das Fach „ Intensives Sprachenlernen Französisch “

Kinder leben heute in einer von Mehrsprachigkeit geprägten Welt, weshalb dem Erlernen von Sprachen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Persönlichkeit zukommt. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, dass der Fremdsprachenunterricht Teil des Gesamtkonzepts sprachlicher Bildung der Schule ist.

Mit dem Fach Intensives Sprachenlernen Französisch in unserer Schule ermöglichen wir es unseren Schülerinnen und Schülern bereits ab der ersten Klasse, ihre Spracherwerbs- und Sprachgebrauchsmöglichkeiten über die muttersprachlich geprägte Welt hinaus im Klassenverband zu erweitern..

Sie erlernen zielgerichtet eine Fremdsprache, werden für den Aufbau von Sprachen sensibilisiert, erwerben erstes Wissen über die Zielsprachenländer und gewinnen einen Einblick in die kulturelle Vielfalt verschiedener Nationen, was die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit sowie das soziale Miteinander, das Schätzen und Achten anderer Menschen unterstützt.

Der Unterricht des Intensiven Sprachenlernen Französisch, dessen hauptsächliches Ziel die Entwicklung der mündlichen Kommunikationsfähigkeit ist, bildet von der Klassenstufe 1 bis 4 eine Einheit. Der Gesamtlehrgang Französisch wird als spiralförmiges Curriculum aufgebaut, das heißt, die Lernbereiche des Lehrplans werden in den vier Klassenstufen wiederholt aufgegriffen, vertieft und erweitert. Größeres Augenmerk legen wir darauf, dass sich das Erlernen der französischen Sprache an den natürlichen Spracherwerb anlehnt. Deshalb gehen wir bei der Umsetzung der Klassenstufenziele grundsätzlich von ganzheitlichen und möglichst authentischen Spracherlebnissen aus und achten darauf, dass sprachliche Tätigkeiten immer mit entsprechenden Handlungen verbunden werden.

Klassenstufe 1/2

Die Schüler der ersten und zweiten Klassen beginnen den Erwerb der französischen Sprache in jeweils einer Wochenstunde sowie integrativ in einer der Wochenstunden Sport. Inhaltliche Schwerpunkte sind Themen aus den Lernbereichen des Lehrplans für Intensives Sprachenlernen Französisch. Dabei stehen kindgemäße spielerische sowie handlungsorientierte Lernformen im Vordergrund.

Klassenstufe 3/4

Der ergebnisorientierte Unterricht mit dem Umfang von drei Unterrichtsstunden pro Woche auf der Basis des Lehrplans für Intensives Sprachenlernen Französisch beginnt unter Einbeziehung der Vorkenntnisse aus Klasse 1 und 2 in der Klassenstufe 3 und wird in der Klassenstufe 4 fortgesetzt.

Grundlage der konkreten Stoffverteilungsplanung bildet zum einen die enge Zusammenarbeit mit den Sachunterrichtslehrerinnen und zum anderen der Jahreskreis mit den französischen Festen, Feiertagen, Traditionen und Höhepunkten.

Für die Schüler der Klassenstufe 3 findet jedes Jahr gemeinsam mit vier anderen Dresdner Grundschulen das Französischfest statt.

Die Schüler der Klassenstufe 4 haben die Möglichkeit, an der Sprachkundigenprüfung DELF Prim am Institut Français in Dresden teilzunehmen.

Zum Abschluss der vier Grundschuljahre führen wir mit der gesamten Klassenstufe 4 einen 10-tägigen Internationalen Schüleraustausch in der Bretagne durch. Die Kinder lernen in dieser Zeit einen Teil der Partnerregion Sachsens kennen, erfahren viele interessante Dinge über Flora und Fauna der maritimen Landschaft und wenden ihre Sprachkenntnisse in der Begegnung mit französischen Grundschülern an.