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Schulsanitätsdienst

08.10.2015
Dienstag, 8:50 Uhr.
Der Lehrer erklärt etwas an der Tafel, die Schüler folgen seinen Ausführungen teils aufmerksam und interessiert, teils noch etwas verschlafen.
Ein ganz normaler Morgen, ein Morgen wie jeder andere.
Plötzlich reißt das schrille Klingeln eines Handys den Lehrer aus seinem Unterricht.
Sofort stehen zwei Schüler auf, nehmen das Handy und verlassen den Klassenraum.
Der Lehrer wartet, bis sich die Tür hinter ihnen schließt und fährt dann fort, als sei nichts gewesen. Was nach einer etwas eigenartigen Situation mit einer ebenfalls etwas eigenartigen Reaktion des Lehrers klingt, ist seit letztem Schuljahr bei weitem nicht mehr ungewöhnlich.
Die beiden Schüler gehören zum Schulsanitätsdienst, der Anfang letzten Schuljahres von Frau Pilz ins Leben gerufen wurde, und sind jetzt auf dem Weg zu einem Einsatz.
Egal, ob es ein verstauchter Fuß ist, ein Schnitt im Finger, eine Beule am Kopf, Übelkeit oder auch etwas Ernsteres wie eine gebrochene Hand: Die „Schulsanis“ kümmern sich um Verletzte, trockenen Tränen und informieren, wenn nötig, über das Sekretariat die Eltern.
Am Anfang das Jahres nehmen die Schüler und Schülerinnen, die sich am Sanitätsdienst beteiligen wollen, an einem Erste-Hilfe-Kurs teil und lernen dort alles, was ein richtiger Schulsanitäter wissen muss. Verbände werden angelegt, Puppen wiederbelebt, Pflaster geklebt, „Mitsanitäter“ in die stabile Seitenlage gebracht.
Am Ende des Kurses erhält jeder Schüler ein Zertifikat, das ihn als ausgebildeten Ersthelfer ausweist und auch bei der Führerscheinprüfung akzeptiert wird.
Von da an haben die Sanitäter in kleinen Gruppen zu je drei Gruppen an mindestens einem Tag pro Woche Dienst, an dem sie zu jeder Zeit (außer natürlich während den Klassenarbeiten) alarmbereit sind und auf ihren Einsatz warten, über den sie per Diensthandy vom Sekretariat informiert werden. In der Wochenstunde am Dienstag werden Dienstpläne besprochen, Fragen und Beschwerden geklärt und Einsätze geübt.
Auch an besonderen Veranstaltungen wie Schulkonzerten oder dem Sportfest stehen die „Sanis“ jederzeit mit ihrer grellroten Tasche parat, um sich um verletzte Schüler zu kümmern. Im Laufe des Dienstes haben die Schulsanitäter so viel Kontakt zu ihren Mitschülern, lernen Verantwortungsbewusstsein, gewinnen Selbstvertrauen und haben nebenbei auch jede Menge Spaß mit ihren „Kollegen“.
Und die verletzten Schüler befinden sich zu jeder Zeit in den besten Händen.
Frau Pilz
 
 
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