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Namensgeschichte

Auf der Suche nach einem geeigneten Namen für unser Haus gab es verschiedene Impulse und Denkansätze. Integrationsmöglichkeiten in unser Umfeld (Reick, Prohlis...) und Tragkraft für die weitere Entwicklung des jungen Gymnasiums kristallisierten sich schließlich als kleinster gemeinsamer Nenner der Bestrebungen von Schulleitung, Lehrer- und Elternschaft heraus.

Bereits seit 1913 trägt die vormalige Lindenstraße in Reick den Namen des 1876 verstorbenen Hülße. Dem aufmerksamen Anwohner verrät die Tafel am Haus in der Hülßestraße auch Beruf und Lebensdaten. Der Zugang zu Hülßes Biographie erwies sich als verhältnismäßig einfach. Ausgehend von Nachschlagewerken wie der Allgemeinen Deutschen Biographie und verschiedenen Hochschulschriften der Technischen Universitäten Dresden und Chemnitz sowie der Bergakademie Freiberg lassen sich die Lebensstationen J. A. Hülßes recht gut nachvollziehen (vgl. die nachfolgende tabellarische Übersicht und Auswahlbibliographie). Obwohl die Arbeiten naturgemäß unterschiedliche Fragestellungen verfolgen, sind sie sich doch einig in der Bewertung der Leistungen dieses Mannes. "Wissenschaftsstrategischer und bildungspolitischer Weitblick", "großes Organisationstalent" und Verdienste um die Profilierung und Weiterentwicklung der ihm anvertrauten Bildungseinrichtungen werden hervorgehoben. So wird demnächst ein Teil des Schumann-Baues der TU Dresden nach Hülße benannt werden.

Erste Ergebnisse einer Materialsammlung zur Biographie J. A. Hülßes ermutigten das Vorhaben, unser 1929 im Bauhausstil errichtetes Haus nach dem ersten Direktor des Polytechnikums (der späteren Technischen Universität Dresden) zu benennen.

Während in der ersten Phase der Namenssuche und der Namensgebung verständlicherweise der Akzent bei den hervorragenden Leistungen J. A. Hülßes lag, sollte die nächste sich verstärkt Fragestellungen zuwenden, die dieses vergangene Leben für die im Gymnasium vertretenen Fachbereiche und die Schüler produktiv werden lassen. So sind noch viele Fragen offen, die Hülßes politische Entwicklung von liberalen zu anscheinend konservativen Positionen betreffen. Hülßes Tätigkeit als Observator des Mathematisch-Physikalischen Salons liegt noch weitgehend im dunklen wie auch sein Privatleben. Interessant an den angerissenen Defiziten ist nicht "nur" die vor uns liegende konkrete Forschungsarbeit, sondern auch die Möglichkeit, sich differenziert mit einer Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts auseinanderzusetzen.

 
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