Individuell Fördern

Sächsischer Bildungsserver
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Rechtliche Rahmenbedingungen


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Darüber hinaus können einige der derzeit gültigen Förderrichtlinien für sächsische Schulen dabei helfen, zusätzliche finanzielle Unterstützung für Maßnahmen zur individuellen Förderung zu erhalten.
==> 1.5 Förderrichtlinien
Gesetze
Schulgesetz für den Freistaat Sachsen (SchulG)

§ 1 Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule

(1) Der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule wird bestimmt durch das Recht eines jeden jungen Menschen auf eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Erziehung und Bildung ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage.

(2) Die schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit der Schüler in der Gemeinschaft beitragen. ... Bei der Gestaltung der Lernprozesse werden die unterschiedliche Lern- und Leistungsfähigkeit der Schüler inhaltlich und didaktisch-methodisch berücksichtigt sowie geschlechterspezifische Unterschiede beachtet.

§ 5 Grundschule

(3) Die Grundschule hat die Aufgabe, alle Schüler in einem gemeinsamen Bildungsgang ausgehend von den individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen unter Einbeziehung von Elementen des spielerischen und kreativen Lernens zu weiterführenden Bildungsgängen zu führen.

§ 35a Individuelle Förderung der Schüler

(1) Die Ausgestaltung des Unterrichts und anderer schulischer Veranstaltungen orientiert sich an den individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen der Schüler. Dabei ist insbesondere Teilleistungsschwächen Rechnung zu tragen.

(2) Zur Förderung des Schülers und zur Ausgestaltung des Erziehungs- und Bildungsauftrages können zwischen dem Schüler, den Eltern und der Schule Bildungsvereinbarungen geschlossen werden.

Landesregierung / Saxonia-Verlag

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Sächsisches Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen (Gesetz über Kindertageseinrichtungen - SächsKitaG)

§ 2 Aufgaben und Ziele

(1) ... Der sächsische Bildungsplan ist die Grundlage für die Gestaltung der pädagogischen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege. Dieser wird vom Staatsministerium für Soziales gemeinsam mit dem Staatsministerium für Kultus erstellt und weiterentwickelt.

(2) ... Alle Mädchen und Jungen sind in ihren individuellen Wesens- und Interessenlagen wahrzunehmen.

Landesregierung / Saxonia-Verlag

SMS-Seite
Verordnungen
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die integrative Unterrichtung von Schülern in öffentlichen Schulen im Freistaat Sachsen (Schulintegrationsverordnung - SchIVO)

§ 2 Integrative Unterrichtung

(1) Schüler, bei denen sonderpädagogischer Förderbedarf ... festgestellt wurde, können nach Maßgabe der nachstehenden Vorschriften zusammen mit nichtbehinderten Schülern ... unterrichtet werden, wenn und solange gewährleistet ist, dass sie in dieser Schule die erforderliche besondere Förderung erhalten.

§ 5 Inhalt der integrativen Unterrichtung

(2) Bei integrativer Unterrichtung ist von der öffentlichen Schule halbjährlich im Voraus ein individueller Förderplan für den Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu erstellen, aus dem ab Klassenstufe 7 auch hervorgehen muss, auf welchen Abschluss der Schüler vorbereitet wird.

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Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über Grundschulen im Freistaat Sachsen (Schulordnung Grundschulen - SOGS)

§ 5 Gestaltung der Schuleingangsphase

(4) Die individuelle Förderung eines Schülers kann in einem pädagogischen Entwicklungsplan dokumentiert werden.

Landesregierung / Saxonia-Verlag

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Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über allgemein bildende Gymnasien im Freistaat Sachsen (Schulordnung Gymnasien - SOGY)

§ 18 Individuelle Förderung der Schüler

(1) Nach Maßgabe der Stundentafel wird Förderunterricht vor allem für leistungsschwächere und für besonders befähigte Schüler angeboten.

(2) Förderunterricht gemäß § 35a SchulG wird in der Regel in kleineren Gruppen durchgeführt. Die Gruppen können klassenübergreifend zusammengestellt werden. Sie werden in der Regel für ein Schuljahr, in Ausnahmefällen auch für eine kürzere Dauer eingerichtet.

(3) Förderunterricht soll insbesondere in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch erteilt werden.

(4) Die Teilnahme am Förderunterricht ist freigestellt. Die Eltern können den Schüler schriftlich zum Förderunterricht anmelden. Der Fach- oder Klassenlehrer soll eine Empfehlung aussprechen. Mit dieser Anmeldung ist der Schüler zur regelmäßigen Teilnahme während des vom Fach- oder Klassenlehrer festgelegten Zeitabschnitts verpflichtet.

(5) Besonders befähigte Schüler der Klassenstufen 7 bis 10 und der Jahrgangsstufen 11 und 12 können darüber hinaus besondere fachliche Förderung erhalten.

(6) Für Schüler mit festgestellter Teilleistungsschwäche können neben der Förderung im Unterricht auf den jeweiligen Förderbedarf ausgerichtete Fördermaßnahmen im Rahmen der sächlichen und personellen Voraussetzungen angeboten werden.

(7) In Bildungsvereinbarungen gemäß § 35a Abs. 2 SchulG können gemeinsame Erziehungs- und Bildungsziele sowie Maßnahmen zur individuellen Förderung festgelegt werden.

§ 20 Bewertung von Leistungen, Betragen, Fleiß, Mitarbeit und Ordnung

(1) Leistungen werden nach dem Grad des Erreichens von Lernanforderungen bewertet. Die Bewertung berücksichtigt den individuellen Lernfortschritt des Schülers...

Landesregierung / Saxonia-Verlag

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Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über Förderschulen im Freistaat Sachsen
(Schulordnung Förderschulen -SOFS)

§ 17 Förderplanung

(1) Das Fortbestehen des sonderpädagogischen Förderbedarfs ist sowohl bei integrativer Unterrichtung gemäß der Schulintegrationsverordnung als auch bei Förderung in der Förderschule regelmäßig durch den Klassenlehrer zu prüfen.

(2) Alle Maßnahmen der Leistungsermittlung sind Teil begleitender Förderdiagnostik und Grundlage für die individuelle Förderplanarbeit.

§ 23 Förderpädagogische Maßnahmen

(1) Differenzierende und individualisierende unterrichtliche (§ 18 Abs. 1) und erzieherische Maßnahmen (förderpädagogische Maßnahmen) werden auf der Grundlage des festgestellten Förderbedarfs geplant und durchgeführt.

(2) In Bildungsvereinbarungen gemäß § 35a Abs. 2 SchulG können gemeinsame Erziehungs- und Bildungsziele sowie Maßnahmen zur individuellen Förderung des Schülers festgelegt werden.

Landesregierung / Saxonia-Verlag

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Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über Mittelschulen im Freistaat Sachsen und deren Abschlussprüfungen
(Schulordnung Mittelschulen Abschlussprüfungen - SOMIAP)

§ 18 Individuelle Förderung der Schüler

(1) Nach Maßgabe der Stundentafel wird für leistungsschwächere und leistungsstärkere Schüler Förderunterricht gemäß § 35a Abs. 1 SchulG angeboten.

(2) Förderunterricht wird in der Regel in kleineren Gruppen durchgeführt. Die Gruppen können klassenübergreifend zusammengestellt werden.

(3) Förderunterricht soll insbesondere in den Fächern Deutsch, Mathematik und erste Fremdsprache eingerichtet werden.

(4) Die Teilnahme am Förderunterricht ist freigestellt. Die Eltern können den Schüler schriftlich zum Förderunterricht anmelden. Der Fach- oder Klassenlehrer soll eine Empfehlung aussprechen. Mit der Anmeldung ist der Schüler zur regelmäßigen Teilnahme während des vom Fach- oder Klassenlehrer festgelegten Zeitabschnitts verpflichtet.

(5) Für Schüler mit festgestellter Teilleistungsschwäche können neben der Förderung im Unterricht auf den jeweiligen Förderbedarf ausgerichtete Fördermaßnahmen im Rahmen der sächlichen und personellen Voraussetzungen angeboten werden.

(6) In Bildungsvereinbarungen gemäß § 35a Abs. 2 SchulG können gemeinsame Erziehungs- und Bildungsziele sowie Maßnahmen zur individuellen Förderung des Schülers festgelegt werden.

§ 20 Bewertung von Leistungen, Betragen, Fleiß, Mitarbeit und Ordnung

(1) Leistungen werden nach dem Grad des Erreichens von Lernanforderungen bewertet. Die Bewertung berücksichtigt den individuellen Lernfortschritt des Schülers...

Landesregierung / Saxonia-Verlag

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Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die Lehrerkonferenzen
(Lehrerkonferenzverordnung - LKonfVO)

§ 2 Gesamtlehrerkonferenz

(1) Die Gesamtlehrerkonferenz besteht an jeder Schule. Sie berät und beschließt unbeschadet der Zuständigkeit der Schulkonferenz über alle Angelegenheiten, die für die Schule von wesentlicher Bedeutung sind und ihrer Art nach ein Zusammenwirken der Lehrer erfordern. Dazu gehören insbesondere: Grundsätze für einheitliche Maßstäbe bei der Leistungsbewertung und Versetzung, ...

§ 4 Fachkonferenzen

(1) Die Fachkonferenz berät und beschließt im Rahmen der Beschlüsse der Gesamtlehrerkonferenz über alle Angelegenheiten, die ausschließlich für das jeweilige Fach oder die jeweilige Fächergruppe von besonderer Bedeutung sind. Dazu gehören insbesondere: Fragen der Methodik und Didaktik, ... Zusammenarbeit im fächerübergreifenden Unterricht, fachspezifische Fragen der Leistungsermittlung und -bewertung..

§ 5 Klassenkonferenzen, Jahrgangsstufenkonferenzen

(1) Die Klassenkonferenz berät und beschließt im Rahmen der Beschlüsse der Gesamtlehrerkonferenz über alle Angelegenheiten, die für die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Klasse von wesentlicher Bedeutung sind. Dazu gehören insbesondere das Zusammenwirken der in der Klasse unterrichtenden Lehrer, gegenseitige Information über den Leistungsstand sowie das Arbeits- und Sozialverhalten der Schüler,...

GEW-Seiten
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die Erste Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen im Freistaat Sachsen
(Lehramtsprüfungsordnung I - LAPO I)
Prüfungsanforderungen

§ 34 Erziehungswissenschaftlicher Bereich

(2) Inhaltliche Prüfungsanforderungen sind

1. in Pädagogik: ... e) Bildungs- und Lehrplantheorie, Ansatzpunkte zu fächerübergreifendem und fächerverbindendem Unterrichten sowie zur Öffnung von Schule und Unterricht, f) spezielle pädagogische Fragen in der Mittelschule unter dem Aspekt der Differenzierung sowie der Integration von Haupt- und Realschulbildungsgang, g) pädagogische Fragen zum Einsatz und zur Wertung rechnergestützter Medien im schulischen und außerschulischen Bereich,

2. in Pädagogischer Psychologie: a) der Schul- und Lernerfolg und seine Einflussgrößen im individuellen , interindividuellen und sozialen Bereich, b) Aspekte der Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters, c) Aspekte der Lern-, Gedächtnis-, Wissens- und Kommunikationspsychologie in Bezug auf die Interaktion von Lehrern und Schülern und die Einheit von Lehren und Lernen, d) Aspekte der Diagnostik und Beratung hinsichtlich der Beurteilung von Schülern, Auseinandersetzung mit besonderen pädagogischen Situationen, zum Beispiel Fragen der Motivation, des Umgangs mit Konflikten und Verhaltensauffälligkeiten im Kontext mit der Leistungsförderung und Überwindung von Lernschwierigkeiten.

Landesregierung / Saxonia-Verlag
Verwaltungsvorschriften
Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Förderung von Schülern mit Lese-Rechtschreib-Schwäche
(VwV LRS-Förderung)

5 Diagnostizierung, Fördermaßnahmen und Bewertung der Schülerleistungen

5.1 Grundschule

5.1.1 Im Falle einer vermuteten LRS sollte im Zusammenwirken von Schule und Erziehungsberechtigten geklärt werden, ob ein Diagnoseverfahren eingeleitet wird...

5.1.2 Die Diagnostik für Schüler mit einer vermuteten LRS erfolgt durch ein vom Regionalschulamt berufenes Diagnostikteam. Diesem gehören jeweils mindestens an: a) zwei LRS-Lehrer, b) ein Schulpsychologe, c) ein Sprachheilpädagoge.
Im Rahmen des Verfahrens sind durch das Diagnostikteam folgende Bereiche zu diagnostizieren: a) intellektuelle Befähigung, b) Primärsymptomatik, sprachlicher Status, Lesen, Rechtschreiben, mathematische Leistungen, c) Sekundärsymptomatik, wie z.B. Arbeitsweise, Motivation, Konzentration und Ausdauer, Sozialverhalten. In Auswertung des durchgeführten Verfahrens legt das Diagnostikteam einen begründeten Vorschlag zur weiteren Förderung des Kindes vor...

5.2 Mittelschule

5.2.2 Schüler mit Diagnostizierter LRS erhalten eine angemessene individuelle Förderung. Eine Förderung erfolgt vor allem im Rahmen des regulären Unterrichts. Bei Bedarf können im Rahmen der sächlichen und personellen Voraussetzungen zusätzliche Fördermaßnahmen angeboten werden. Diese Fördermaßnahmen können auch parallel zum Regelunterricht der Klasse angeboten werden. Sie sollen sich vor allem auf die Fächer Deutsch und/oder Fremdsprache beziehen.

6 Allgemeine Bestimmungen

6.2 Perspektivisch ist an jeder Schule dafür Sorge zu tragen, dass mindestens ein Lehrer in Fragen der LRS fortgebildet wird. In Fragen der LRS soll dieser Lehrer zu Klassen- und Fachkonferenzen hinzugezogen werden.

6.3 Das Regionalschulamt bestimmt im Einvernehmen mit den Schulträgern die Schulen, an denen differenziertere Maßnahmen zur Förderung von Schülern mit Diagnostizierter LRS angeboten werden. Die in diesen Maßnahmen eingesetzten Lehrer erhalten eine vertiefte Fortbildung.

Bildungsserver
Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zum Unterricht für ausländische Schüler an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen im Freistaat Sachsen Soweit die Möglichkeiten im pädagogischen Bereich liegen, sind Beratungslehrer den Schülern, Eltern und Pädagogen bei der Vermeidung, Milderung und Lösung von Problemen im Lern-, Leistungs- und Verhaltensbereich behilflich, indem sie im Zusammenwirken mit den Fach- und Klassenlehrern: Lern-, Leistungs- und Verhaltensstörungen von Schülern im Rahmen ihrer Kompetenzen analysieren und Möglichkeiten zu deren Bewältigung aufzeigen, Schülern mit Lern-, Leistungs- und Verhaltensstörungen sowie deren Eltern und Pädagogen bei Notwendigkeit medizinische und therapeutische Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und über die Hilfeangebote sozialer Dienste, Ämter und Einrichtungen der Region informieren, präventive und lerntherapeutische Fördermaßnahmen (z. B. Konzentrationstraining, Lese-Rechtschreib-Training, BegabtenFörderung) anregen, organisieren, vermitteln oder selbst durchführen,  
Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zum Unterricht für Aussiedlerkinder an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen im Freistaat Sachsen

II. Hilfen bei der Eingliederung in die Grundschule, in weiterführende allgemeinbildende und berufliche Schulen

1. Sprachkenntnisse

1.1. Deutsch

...Als besondere Fördermaßnahmen sind zu empfehlen: Vorbereitungsschulen mit Internatsunterbringung Vorbereitungsklassen und Vorbereitungskurse/Förderkurse zusätzliche Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Jugendgemeinschaftswerken und Trägergruppen der Jugendsozialarbeit wie außerschulisch begleitender Nachhilfeunterricht, Tagesinternate zur sprachlichen Förderung und Lernunterstützung, Hausaufgabenhilfen.