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18.06.16 16:18

Klingerpreis 2016

geht an Selene Gerber und Felix Englisch








Max Klinger, der große Künstler und Namensgeber unserer Schule formulierte einst:
„Nicht die Welt, der Egoismus um der Vorteile in der Welt Willen ist der Schleifstein an dem sich die rauhen Ecken der Meisten reiben, weil sich sonst die scharfe Seite gegen sie selbst wenden würde.“

Der Förderverein der Max-Klinger-Schule e. V. ehrt heute eine Schülerin und einen Schüler, die in seinem Sinn das „Wir über das Ich stellten.“

Zwei , die sprichwörtlich Schleifstein Max Klingers wurden, um eine Schülergemeinschaft zu befördern, die aus Worten Taten werden ließen und somit zu einer Avantgarde von Selbstbewußten, aktiven Persönlichkeiten heranwuchsen.

Autor + Fotos: R. Noack

Rede für den Klingerpreis 2016 von Lisa Brabec:

Liebe Abiturienten, liebe Lehrer, Eltern und Verwandte,

auch ich freue mich, Sie heute begrüßen zu dürfen. Der Tag der Übergabe der Abiturzeugnisse ist ein denkwürdiger Tag. Das Abitur war und ist bis heute das große Ziel aller Schüler unserer Schule. Es ist aber auch der Tag, an dem alljährlich der Klingerpreis vom Förderverein Max-Klinger-Schule e. V. vergeben wird.

Der Klingerpreis würdigt herausragende künstlerische und kulturelle Leistungen an der Max-Klinger-Schule und wird an einen Schüler oder eine Schülerin der Schule verliehen. Heute zeigt sich also, wer sich besonders für seine Max-Klinger-Schule engagiert hat. Der Vorstand des Fördervereins hat fast in jedem Jahr die Qual der Wahl. Es gibt eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern, die sich eingesetzt haben, die als Klassensprecher ihre Klasse vertreten haben, die tägliche Mittagssendung bei max.radio gestalteten oder sich in den verschiedensten Projekten einbrachten. Aber nicht jeder Schüler kann geehrt werden.

Den Klingerpreis 2016 erhalten zwei Abiturienten der Max-Klinger-Schule Leipzig und ich denke, die Meisten hier im Raum können schnell zwei Namen nennen. Die beiden Nochschüler unserer Schule kenne ich persönlich schon seit der 5. bzw. 6. Klasse und ich konnte sie dadurch sehr gut kennenlernen.

Die erste Klingerpreisträgerin ist seit der 9. Klasse Mitglied des Schülerrates der Schule und wurde auf Grund ihres Engagements jedes Jahr wieder gewählt. Zu ihren Eigenschaften gehören Verlässlichkeit, Ehrgeiz und Professionalität, was ihre Wiederwahl stets leicht machte. Selbst in der Sekundarstufe II zog sie sich nicht zurück, sondern sie opferte viele Pausen und ihre Freizeit für die Schule. Sie  war die Stütze für die jüngeren Mitglieder des Schülerrates und ist es bis heute. Wenn die Leipziger Neusten Nachrichten vom 21. März 1926 noch die „obdachlose Schule“ beklagten, so ist es in der heutigen Zeit der bauliche Zustand, der die Medien immer wieder beschäftigte. Das Verdienst der ersten Klingerpreisträgerin ist es, sich gemeinsam mit vielen anderen Aktivisten für eine Demonstration zur Sanierung der Max-Klinger-Schule in Leipzig - Grünau vor diesem Gebäude, dem Neuen Rathaus, eingesetzt zu haben. Sie trug viel zu Organisation dieser Demonstration bei, ganz gleich ob es um die Plakate, den Ablauf oder die Reden ging.

Ihre Mitschüler und Lehrer schätzen sie für ihre offene Meinung und wenn man sie etwas fragt, kann man sich sicher sein, dass ihre Aussage ehrlich gemeinst ist, ob man es nun will oder nicht. Auch außerhalb der Schule ist die Klingerpreisträgerin aktiv. Sie engagiert sich für den Umweltschutz, was für junge Leute nicht immer auf der Tagesordnung an erster Stelle steht. Für viele Mitschüler ist sie eine gute Freundin, man kann tolle Gespräche mit ihr über „Gott und die Welt“ führen.

Den zweiten Klingerpreisträger – natürlich gibt es zwischen beiden keine Rangfolge – kann man mit drei Adjektiven umfassend beschreiben. Es ist jung, er ist aktiv und er ist nachhaltig. Obwohl er immer ein sehr guter Schüler war, trat er relativ spät in Erscheinung und wurde erst in der 11. Klasse in den Schülerrat gewählt und das ohne sich persönlich vorzustellen, da er an diesem Tag nicht in der Schule war. Das nenne ich auch eine Leistung. Das reichte ihm jedoch noch nicht, denn wenig später wurde er in den Stadtschülerrat gewählt, wo er sich aktiv für die Schüler der Stadt Leipzig einsetzte. Auch er leistete einen maßgeblichen Beitrag für die oben genannte Demonstation zur Sanierung unserer Schule. Das betrifft sowohl die Organisation als auch die Durchführung dieser Protestaktion. Sein Engagement war damit jedoch nicht erschöpft. In der 12. Klasse wurde er stellvertretender Schülersprecher der Schule und Stadtschülerratssprecher des Stadtschülerrates Leipzig. Beide Funktionen füllte er voll und ganz aus. Und ganz nebenbei hat er auch noch Abitur gemacht. Er setzt sich für den Umweltschutz, für Toleranz und Schulgeschichte ein. Hier und da eckt er  mit seinen Vorstellungen etwas an, aber er diskutiert die Probleme mit Jedem.

Die beiden Klingerpreisträger 2016 haben sehr viel Zeit investiert. Ihre Mitschüler haben sich besonders in der 12. Klasse zurückgezogen und sich auf das Abitur konzentriert. Beide zeigten, dass es möglich ist Engagement und Schule unter einen Hut zu bekommen und dafür werden sie heute ausgezeichnet. Sie haben sich nicht nur für unsere Schule eingesetzt, sondern auch ihr Abitur mit glänzenden Leistungen bestanden und ich bin mir sicher, dass beide ein große Zukunft vor sich haben.

Viele wissen bereits von welchen Schülern ich rede. Der Klingerpreis 2016 des Fördervereins geht an Selene Gerber und Felix Englisch.

 

 






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