Die Physikseiten am Gymnasium
Exp. Mechanik
Experimente mit Luftballons / Mechanik-Fall eines Luftballons
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Versuche mit LuftballonsVersuch 3: Fall eines aufgeblasenen und eines leeren LuftballonsLäßt man einen aufgeblasenen und einen leeren Luftballon aus einer Höhe von ca. zwei Metern gleichzeitig fallen, so stellt man fest, dass der leere Luftballon den Boden wesentlich früher erreicht als der aufgeblasene. Die Beobachtung läßt sich erklären, wenn man die auf den Luftballon wirkenden Kräfte genauer untersucht (Bild 4).Auf den aufgeblasenen Luftballon wirken bei der Bewegung nach unten folgende Kräfte:
Für die Summe der Kräfte in Bewegungsrichtung erhält man: F= GB -FA -FL
Den Term mG * g + (pLi - pLa) * VB *
g kann man als effektive Gewichtskraft des Ballons interpretieren. Da
pLi größer als pLa ist, ist die effektive
Gewichtskraft eines aufgeblasenen Luftballons größer als die eines
leeren. Auf diesen wirkt nämlich nur die Gewichtskraft des Gummis, die
Gewichtskraft der Luft im Inneren des Ballons entfällt, die Auftriebskraft
kann gegenüber der Gewichtskraft vernachlässigt werden. Da bei einem
leeren Ballon und den hier betrachteten kurzen Fallstrecken auch der
Luftwiderstand gegenüber der Gewichtskraft des Gummis vernachlässigt
werden kann, wirkt auf ihn in guter Näherung als einzige Kraft die
Gewichtskraft des Gummis, Der leere Ballon führt also eine Bewegung mit
konstanter Beschleunigung durch.
FL = mG * g + (pLi - pLa) * VB * g
gilt, und die Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit erfolgt.
Bild 4 Fall eines aufgeblasenen und eines leeren Luftballons. GG: Gewichtskraft des Gummis; GLi Gewichtskraft der Luft im Inneren des Ballons; FA: Auftriebskraft, FL: Luftwiderstand. Die Länge der Kraftpfeile wurde nicht maßstabgetreu gezeichnet. |