Methode 3 – Pro- und Kontra-Debatte
Grundidee
Ein für den Unterrichtszusammenhang relevantes Thema wird antithetisch diskutiert.
Durchführung
Ablaufschema
Phase |
Handlungsorientierung |
Zeit |
1 |
Begrüßung durch den Moderator
Hinweis auf Spielregeln
Nennung des Themas |
5 Min. |
2 |
Erste Abstimmung des Publikums |
5 Min. |
3 |
Pro-Anwalt: Eingangsplädoyer
Kontra-Anwalt: Eingangsplädoyer |
1 Min.
1 Min. |
4 |
Abwechselnde Befragung des Sachverständigen durch die Anwälte
Abwechselnde Befragung des zweiten Sachverständigen durch die Anwälte
Dritter Sachverständiger usw. (max. vier Sachverständige) |
5 Min.
5 Min.
5 Min. |
5 |
Kontra-Anwalt: Schlussplädoyer
Pro-Anwalt: Schlussplädoyer |
1 Min.
1 Min. |
6 |
Schlussabstimmung des Publikums |
5 Min. |
7 |
Auswertung der Pro-Kontra-Debatte |
20-30 Min. |
vgl.: P. Massing, 1998, S. 149
Aufbau
vgl.: P: Massing, 2004, S. 149
Rollen
- Ein Moderator: Er führt die Abstimmung durch und achtet darauf, dass die Spielregeln und Zeitvorgaben eingehalten werden. Er trägt die Verantwortung für einen regelkonformen Ablauf.
- Zwei Anwälte (je einer für Pro, je einer für Kontra): Sie halten das Eingangs- und Schlussplädoyer und befragen die Sachverständigen. Es ist durchaus erwünscht, Meinungen zu vertreten, die nicht der eigenen entsprechen, um festgefahrene Positionen aufzubrechen und die Thematik neu zu durchdenken. Die Rollen der Anwälte sind die schwierigsten Rollen. Diese Rollen können nur ausgefüllt werden, wenn leistungsstarke Lernende sie übernehmen und in den Arbeitsgruppen sorgfältig darauf vorbereitet werden.
- Zwei bis vier Sachverständige: Sie artikulieren keine eigene Position, sondern sie bieten nur Informationen, Erfahrungen und Wissen zu Begründungen für einzelne Positionen. Die Rollen der Sachverständigen müssen in Arbeitsgruppen intensiv vorbereitet werden.
- Das Publikum: Das Publikum hat die konkrete Beobachtungsaufgabe, die vorgetragenen Argumente zu sammeln und deren strategisch-taktische Relevanz für den Debattenverlauf zu beurteilen.
vgl.: P. Massing, 2004, S. 149
Auswertung
Tipp
- Der Einsatz dieser Methode bietet sich am Ende einer Unterrichtseinheit an und sollte in einer Schüler-Biografie mehrmals vorkommen.
- Vor der Debatte sollte eine Problemanalyse stattgefunden haben.
- Es sollte eine vorläufige Position im Verlauf einer Unterrichtseinheit erarbeitet werden.
- Das Thema der Debatte muss sich zur Pro- und Kontra-Debatte eignen und sollte nicht zu viele Sichtweisen zulassen.
- Das Thema der Debatte muss aus der Lebenswelt der Schüler kommen, um deren Ernsthaftigkeit und Kooperation in der Debatte erwarten zu können.
- Das zur Vorbereitung der Debatte gedachte Arbeitsmaterial muss genügend Argumente bereitstellen.
- Der Fachlehrer gestaltet die Problemeinführung, indem er nicht nur den Problemdruck verdeutlicht, sondern auch die realen Konsequenzen der Entscheidung bzw. einer Nicht-Entscheidung darstellt.
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