Methode 15 – Dankbarkeit
Grundidee
Die Klasse verständigt sich in geeigneten Abständen darüber, was ihre Mitglieder Erfreuliches füreinander getan haben.
vgl.: K. W. Vopel, 2001, S. 298
Durchführung
- Jeder überlegt, ob andere Klassenmitglieder etwas gesagt oder getan haben, worüber man sich gefreut hat. Das müssen keine großen Dinge gewesen sein. Vielleicht war es eine Auskunft, eine interessierte Frage, eine freundliche Geste, ein Hilfsangebot usw. (3 Minuten)
- Nun schreibt jeder die Namen der Klassenmitglieder auf, denen er aus irgendeinem Grund dankbar ist. Bei jedem Namen soll notiert werden, was der Betreffende gesagt oder getan hat. (5 Minuten)
- Oft halten wir solche Freundlichkeiten für selbstverständlich, so dass wir nicht darüber sprechen. Dieses Ritual soll hier Abhilfe schaffen. Ein Freiwilliger beginnt, geht mit seiner Liste im Kreis herum und bedankt sich bei den Gruppenmitgliedern, deren Namen er notiert hat, für die Freundlichkeiten, die sie ihm erwiesen haben. Diejenigen, denen gedankt wird, hören schweigend zu. Sie können sich jetzt über das verspätete Echo freuen.
- Nach und nach soll jeder Teilnehmer die Gelegenheit haben sich zu bedanken.
- In der abschließenden Auswertungsrunde sollten die folgenden Schlüsselfragen angesprochen werden:
- Wie habe ich mich bei dieser Übung gefühlt, und wie fühle ich mich jetzt?
- Fällt es mir leicht, mich zu bedanken?