Ansatz 2: Projekte zum handlungsorientierten Lernen – Methoden

Projekte zum handlungsorientierten Lernen
Kleines groß und Großes klein machen – Auf neue Ideen kommen, indem ein Merkmal einer Sache verändert wird (Morphologische Analyse)
Seile
Unter dem Motto Kleines groß und Großes klein machen entsteht beispielsweise eine neue Spielidee: Das kleine, traditionelle Fadenspiel wird ganz groß gestaltet mit Menschen statt Fingern und Seilen statt Wollfäden. Wenn man ein Merkmal einer Sache, einer Veranstaltung, einer Methode oder eines Projekts bedeutsam verändert, entsteht daraus vielleicht eine völlig neue Idee. Möglicherweise ist sie völlig verrückt und nicht zu verwirklichen, aber dann probiert man eben die Veränderung eines anderen Merkmals!
Unbekannte Wörter als Anregung für kreative Problemlösung
Fremdwörterbuch
Nutzen Sie ein Fremdwörterlexikon als Kreativtrick, indem Sie sieben beliebige Wörter heraussuchen (wahllos auf die Seite tippen) und versuchen, diese in Beziehung zu dem kreativ zu lösenden Problem oder zu der Aufgabe zu setzen. Glauben Sie nicht, dass das funktioniert? Probieren Sie es aus: Je entfernter Anregungsimpulse manchmal sind, umso stärker ist der Kreativschub.
Bei Bildern fantasievoll ergänzen, was man nicht sieht
Karten, Tinte o. ä.
Bereiten Sie Karten mit Tintenklecksen vor. Dann überlegen Sie sich drei typische Assoziationen zu jedem Klecks, die beim weiteren Verlauf des Spiels möglichst nicht genannt werden sollen. Danach zieht einer in der Gruppe eine Karte, ein Nachbar erklärt ihm die Bedeutung des Kleckses mit möglichst witzigen Anspielungen auf dessen Person. Die Kärtchen kann man auch drehen, dann sieht man plötzlich etwas anderes! Überlegen Sie sich bereits vorher, was passieren soll, wenn die typischen Assoziationen genannt werden.
Rätselbilder, Fotos o. ä.
Solche Bilder regen die Fantasie an, lassen uns Geschichten erfinden und Auflösungen für die Rätsel suchen. Unser Raten, Nachdenken, und Ausdenken wird angeregt, alle kreativen Fähigkeiten kommen zum Einsatz. Zum Enträtseln des Fotos müssen wir manchmal die Perspektive wechseln, manchmal die gewohnte Bedeutung der abgebildeten Dinge außer Acht lassen und manchmal sogar das scheinbar Unmögliche für möglich halten.